ELKA ON TOUR – Reisetipps für Oahu, Hawai

Wir sind für eine Woche auf Oahu, Hawaii. Wir, das sind unsere jüngste Tochter Nele, meine Frau Petra und ich. Wir sind ein Jahr unterwegs. Um die beiden uns am häufigsten gestellten Fragen vorab zu beantworten: Nele ist in einer US-amerikanischen Highschool eingeschrieben und wird ordentlich beschult. und nein, wir sind nicht reich – unsere Wohnung in Deutschland ist vermietet und meine Frau und ich arbeiten über das Internet. Für uns ist es also „work & travel“. Dazu ein andermal mehr.

Wir kommen am internationalen Flughafen von Honolulu an und er empfängt uns mit endlosen, trostlosen, kalten Betongängen aus den 60er Jahren. Wir mieten uns ein Auto und haben durch ein Upgrade sehr viel Glück: ein großer Jeep – viel größer als ursprünglich gebucht, trotzdem kostet es nur rund 30€ pro Tag. Der erste Eindruck von Honolulu ist auch nicht sympathischer, viel Beton und viele Gebäude sind deutlich in die Jahre gekommen, so wie dieses „königliche“ Hotel.

Wir haben ausnahmsweise ein Hotel gebucht, keine fünf Gehminuten vom Waikiki Beach entfernt. Waikiki ist ein Stadtteil von Honolulu. Wenn wir länger an einem Standort sind, wohnen wir in einem airbnb. Die oft privaten Unterkünfte haben oft alles was man auch zuhause hat und es lässt sich dort eher leben wie zuhause.

Die Insel mit dem Auto erkunden

Das Auto war eine gute Wahl, denn es ermöglicht uns, die Insel zu erkunden. Oahus Schönheit erschließt sich uns auf den zweiten Blick. Zwei Tage mit dem Auto die Insel zu erkunden, ist passend: Die Strände sind traumhaft . . . meist nicht voll, von Waikiki Beach abgesehen, und das Wasser ist zwischen 25 und 30 Grad Celsius durchs ganze Jahr angenehm temperiert. Und von ruhigen Buchten abgesehen, sind die Wellen traumhaft – halt ein Paradies für Surfer.

Hawaii ist für die US-Amerikaner ein Wunschtraum: Eine Woche Urlaub, die Flitterwochen dort zu verbringen, vielleicht dort an einem Strand zu heiraten – das ist es. Und so sehen wir in kürzester Zeit mehr strandaffine Hochzeitspaare als jemals zuvor.

Eine Inselrundfahrt offenbart atemberaubende Flora und Fauna: . . . üppig, überbordend, exotisch!

 

Es lohnt, an abgelegenen Stränden eine Pause einzulegen und einfach zu staunen:

Die Ursprünge der aus Lava geschaffenen Inseln sind überall ersichtlich. Hier frisst sich die Brandung in die erstarrten Lavamassen, . . . und auch auf dem Bild unten erkennt man gut, wo der Lavastrom die Begegnung mit dem Ozean gefunden hat.

Noch drei Eindrücke von Waikiki: Der „Surfgott“, die offenen Busse, die hier ebenso üblich sind wie das Fahren auf Motorrädern ohne Helm und ein Feuerwehrwagen – hier gelb und für küstennahe Einsätze standardmäßig mit Surfbrett ausgestattet.

Pearl Harbour

Neben zwei Tagen, die man für die Erkundung der Insel investieren sollte, ist Pearl Harbour ein Muss.

Pearl Habour steht für das erste Trauma der Amerikaner (gefolgt von „9/11“). Pearl Harbour wird sehr würdig und professionell gedacht. Auch hier lohnt es sich, einen Tag zu investieren. Das Museum ist ebenso wie die kleine Tour mit dem Schiff kostenfrei. Das Museum mit Film und vielen Fotos ist informativ; wer ordentlich Englisch spricht, braucht den Audioguide nicht. Und die Tour mit dem Schiff führt vorbei an dem Quay, an dem der Großteil der Schlachtschiffe vernichtet wurde, allen voran die „Arizona“, aus deren Rumpf viele hundert Tote nicht geborgen werden konnten. Quer über das Wrack wurde dieses weiße, brückenartige Memorial gebaut. Man kann das Wrack von dort besichtigen.

Direkt daneben liegt die „Missouri“, das Schlachtschiff, auf dem der 2. Weltkrieg durch Unterzeichnung der japanischen Kapitulation abschließend beendet wurde. Der deutschsprachige Audioguide kostet 7,50$ und die obligatorische Aufbewahrung einer jeden Tasche, die größer ist als das, was wir Brieftasche nennen, kostet 5$. Aber mit der Schiffstour und dem Museum erfährt man bereits sehr viel.  Will man das Schlachtschiff und U-Boot von innen besichtigen, so ist eine separate Investition von 75$ zu tätigen.

Oahu muss nicht teuer sein. Leider ist es aber meist ziemlich teuer. Essen gehen kostet das gleiche wie in Deutschland. Die Hotels sind teuer. Ein strandnahes Drei-Sterne-Hotel kostet als Doppelzimmer schnell 150-200$ pro Nacht – und das Frühstück exklusive. Multipliziert man die Zahlen mit rund 0,9, so erhält man €.

Wer das Wellensurfen lernen will, sollte besser nach Bali gehen. Die Surfstunde kostet dort 20€, zwei Stunden meist 30€ – wir reden von Einzelstunden. Und die Wellen sind vergleichbar zu Hawaii.

Das Highlight Oahu´s – Diamond Head

Diamond Head, einen Vulkankrater, dessen Flanke einen phänomenalen Blick auf Honolulu und rundherum bietet. Der dunklere Teil des Bildes ist der Blick von einer Flanken in den Krater hinein. Im Hintergrund erkennt man die Bebauung Honolulus, wie sie sich über die Lavaströme eines anderen Vulkans ausbreitete. Durch einen Tunnel fährt man mit dem PKW durch die Kraterwand auf einen Parkplatz (Achtung: Bitte kundig machen, wie die Öffnungszeiten sind und dann sehr früh oder erst am Nachmittag hinfahren). Die Parkgebühr kostet nur 1$, der gut einstündige Aufstieg (für Ungeübte) lohnt sich in jedem Fall. Die Aussicht ist umwerfend: Honolulu, in den Krater hinein, auf den Pazifik, den Leuchtturm und den „gehobenen, sozialen Wohnungsbau“ entlang des Küstenstreifens.

Die Zeit sollte man sich nehmen auf Oahu

Erkunden der Insel mit PKW (alternativ gibt es auch Angebote mit dem Bus – aber man ist dann nicht Chef seiner zeitlichen Abläufe) 2 Tage

Besichtigung Pearl Harbour 1 Tag

Waikiki-Bummel mit Strand 1 Tag

Diamond Head (erloschener Vulkan) 1/2 Tag